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Gesundheit als Wirtschaftsfaktor: Erfolgsfaktor Unternehmenskultur großes Thema beim Tag der Wirtschaft im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

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Wie können krankheitsbedingte Fehlzeiten in Unternehmen reduziert werden? Dieser Frage sind Unternehmer gemeinsam mit dem Landratsamt und der Agentur für die Arbeit Thüringen-Südwest branchenübergreifend beim 21. Tag der Wirtschaft im Landkreis nachgegangen. Gastgeber war in diesem Jahr die ACC Cargo GmbH in Dreißigacker – ein Unternehmen, das nicht nur mit innovativer Logistik beeindruckt, sondern auch durch sein starkes Engagement für seine Mitarbeitenden.

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Janine Töpfer
16.05.2025
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Wie können krankheitsbedingte Fehlzeiten in Unternehmen reduziert werden? Dieser Frage sind Unternehmer gemeinsam mit dem Landratsamt und der Agentur für die Arbeit Thüringen-Südwest branchenübergreifend beim 21. Tag der Wirtschaft im Landkreis nachgegangen. Gastgeber war in diesem Jahr die ACC Cargo GmbH in Dreißigacker – ein Unternehmen, das nicht nur mit innovativer Logistik beeindruckt, sondern auch durch sein starkes Engagement für seine Mitarbeitenden.

Wie können krankheitsbedingte Fehlzeiten in Unternehmen reduziert werden? Dieser Frage sind Unternehmer gemeinsam mit dem Landratsamt und der Agentur für die Arbeit Thüringen-Südwest branchenübergreifend beim 21. Tag der Wirtschaft im Landkreis nachgegangen. Gastgeber war in diesem Jahr die ACC Cargo GmbH in Dreißigacker – ein Unternehmen, das nicht nur mit innovativer Logistik beeindruckt, sondern auch durch sein starkes Engagement für seine Mitarbeitenden.  

Gastgeber mit Vorbildfunktion

Zum Auftakt stellte Hausherr André Heimrich die ACC Cargo vor, die seit 2018 auch in Meiningen-Dreißigacker aktiv ist – mit heute mehr als 17.000 Quadratmetern Logistikfläche an zwei Standorten, einer starken Flotte von 50 Fahrzeugen und einer hochautomatisierten Infrastruktur. Damit bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Logistiklösungen für nationale und internationale Kunden, die von der Warenbeschaffung über Lagerung und Kommissionierung bis hin zur termingerechten Auslieferung reichen. Die moderne Autostore-Anlage, das technische Highlight in der neuen Lagerhalle, konnten die 120 Gäste vor Ort bestaunen. Dabei handelt es sich um ein hochautomatisiertes Lager- und Kommissionierungssystem, mit dessen Hilfe Waren nicht mehr manuell gesucht werden müssen, sondern in Sekundenschnelle per Künstlicher Intelligenz (KI) zum Arbeitsplatz gelangen. „Wir mussten was tun für unsere Mitarbeiter. Die mussten nur noch rennen“, berichtete Geschäftsführer Heimrich über die wegweisende Investitionsentscheidung und die Herausforderungen als Wachstums- Champion. Dabei betonte er die Bedeutung seines 100 Männer und Frauen starken Teams. „Ohne unsere Leute wären wir nie so weit gekommen. Denn auch die KI muss gefüttert werden.“ Mit Maßnahmen wie flexiblen Arbeitszeiten, betriebseigener Zusatzversicherung, einem firmeneigenen Wohnmobil zur Mitarbeiter-Nutzung und flachen Hierarchien sorgt das Unternehmen für ein gutes Betriebsklima, um Fehlzeiten zu reduzieren.

„Gesundheitsförderung keine Pflichtübung“

Landrätin Peggy Greiser betonte in ihrem Grußwort, wie stark sich gezielte Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) auf den Krankenstand auswirken können. In ihrer Rede machte sie deutlich, dass Gesundheit nicht als Randthema, sondern als fester Bestandteil einer modernen Unternehmenskultur verstanden werden müsse. Dabei verwies sie auf die positiven Erfahrungen im Landratsamt Schmalkalden- Meiningen: Mit einem durchschnittlichen Krankenstand von 5,96 Prozent liegt das Amt deutlich unter dem Landesdurchschnitt.  

Der Krankenstand, also der Anteil an Fehltagen, lag in Thüringen insgesamt in den letzten Jahren bei rund 7 bis knapp 8 Prozent. „Wenn man bedenkt, dass wir als einer der wenigen Landkreise auch ein eigenes Kommunales Jobcenter betreiben – und hier der durchschnittliche Krankenstand bundesweit bei rund 10 Prozent liegt – können wir damit sehr zufrieden sein.“ Greiser unterstrich, dass gesunde Mitarbeitende nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor, sondern vor allem auch Ausdruck wertschätzender Personalführung sind. „Gesundheitsförderung darf keine reine Pflichtübung sein – sie muss Teil einer gelebten Haltung sein“, betonte die Landrätin. Diese Haltung werde im Landkreis konkret umgesetzt: durch einen internen Gesundheitstag, Arbeitsplatzbegehungen, digitale Bewegungsangebote, Programme zur Stressprävention, aber auch durch gemeinsame sportliche Aktivitäten wie Firmenläufe oder Volleyballturniere.

Krankenstand bundesweit deutlich gestiegen

Holger Bock, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Thüringen-Südwest, schilderte eindrücklich die Folgen steigender Fehlzeiten: „Zwischen 2021 und 2024 stieg der Krankenstand von 11,2 auf 14,8 Prozent. Die Statistik zeigt, je höher das Alter, desto länger sind Beschäftigte arbeitsunfähig.“ Er rief dazu auf, gezielt branchenspezifische Maßnahmen zu entwickeln und konsequent in gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu investieren. „Fehlzeiten zu reduzieren ist anstrengend, oftmals langwierig und aufwendig“, so Bock. Ein pauschales Erfolgsrezept gebe es nicht. IHK-Präsident Torsten Herrmann stellte die wirtschaftspolitischen Grundpositionen der IHK Südthüringen vor und forderte den Abbau bürokratischer Hürden sowie ein Umdenken in der Bildungspolitik. Längeres gemeinsames Lernen in Regelschulen und eine stärkere Förderung der dualen Ausbildung seien wichtige Stellschrauben im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

Gute Führung beginnt im Alltag

Inspirierende Einblicke gaben auch Stefan Falk, Assistent General Manager des Hotels „The Grand Green“ in Oberhof sowie Cindy Feldbauer, Steuerberaterin und Vertreterin der Wirtschaftsjunioren Schmalkalden- Meiningen. Beide betonten die Bedeutung eines modernen Mindsets in Führung und Unternehmenskultur – geprägt von Augenhöhe, Vertrauen und Entwicklungsmöglichkeiten. Falk präsentierte eine Unternehmensphilosophie, in der Herzlichkeit und Gemeinschaft zentrale Werte darstellen. Er beschrieb das Angestelltenverhältnis als „together is better“, die Mitarbeiter begegnen sich auf Augenhöhe, alle sind per „du“. Wirtschaftsjuniorin Feldbauer betonte: „Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Neben digitalen Tools ist auch eine moderne Unternehmensmentalität ein entscheidender Bestandteil. Anschließend stellte sie die Kernelemente eines zeitgemäßen Führungsverständnisses dar.

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